Country Bayern - Moosinning

Countrytime in Moosinning

Wir haben Samstag, den 28. Juni, und es verspricht ein heißer Sommertag zu werden. Was wäre also an so einem Tag schöner, als eine heiße Sohle auf’s Parkett zu legen?

Nachdem wir sowohl von der Cripple Creek Band als auch von Rascal und McLane bei deren letzten Auftritten so begeistert waren, mussten wir die Gelegenheit, diese beiden Countrybands auf einem Event zu erleben, natürlich nutzen. Kurz nach 12.00 h trafen sich daher Anschi, Brigitte und ich bei Mauritius, um gen Norden zu fahren, nicht ohne bei einem kleinen Zwischenstop Max mit an Bord zu holen. Vergnügt (und für einen Tiroler „ungewohnt rasant“ – wegen der vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen bei uns *g*) setzten wir die Fahrt fort, um kurz vor 14.00 h in Moosinning einzutreffen. Heidi war schon vor uns da und hatte gemeinsam mit ihrer Freundin Anita einen der besten Tische in der ersten Reihe reserviert. Nachdem wir also die Securitiy passiert, unsere Stempel erhalten sowie unsere Sachen am Tisch deponiert hatten, machten wir uns gleich an die Bar, um den Cocktail, der beim Eintritt inkludiert war, einzulösen. Es gab natürlich eine nette Auswahl an alkoholischen, aber auch einige „bleifreie“ Cocktails, sodass für jeden von uns etwas Köstliches dabei war.

So relaxt harrten wir der Dinge, die da kommen sollten, und sondierten bei der Gelegenheit das Festgelände. Die Veranstalter haben das Zelt mit amerikanischen Flaggen und bunter Beleuchtung angenehm dekoriert, und rund um das Zelt fanden sich einige Bretterbuden, in denen die Bars, Kaffe und die Küche etc. untergebracht waren. Für die Kleinen standen drei Ponys bereit, und wer sein Outfit, sei es in Form von Bekleidung oder durch Schmuck, noch etwas aufrüsten wollte, konnte dies auch an ein paar Ständen tun. Auch ein Airbrush-Tattoo Künstler hatte seine Zelte aufgeschlagen. Der sollte dann noch eine nette Rolle für uns übernehmen, aber dazu später.

Als erste Band begann Green Corner, die Haus- und Hofband des veranstaltenden Vereins Country Gringos, den Musikreigen zu eröffnen, und nach wenigen Takten schwangen die ersten Linedancer ihre Hufe (äh Verzeihung, Beine *g*). Das Zelt war leider nur halb gefüllt, aber die Stimmung war trotzdem sehr gut, und auch wir hielten es nicht lange auf unseren Sitzen aus und mischten uns bald unter die Tänzer. Green Corner erwiesen sich als sehr fleißige Musiker und spielten unermüdlich auf, bis dann um kurz vor 19.00 h Rascal und McLane XL, also in Begleitung ihrer Band, die ersten Töne aus ihren Instrumenten und Kehlen kitzelten. In der Zwischenzeit hatten sich doch noch einige weitere Country- und Linedancefans eingefunden, sodass die Stimmung immer ausgelassener und die Tanzfläche immer voller wurde.

Halt, da war doch was mit dem Tattookünstler … Beim Durchsehen der verschiedenen Motive, die man sich aufsprühen lassen konnte, hat im Lauf des Nachmittags jemand von uns entdeckt, dass der Künstler eine Schablone mit „unseren“ Pfotenabdrücken hat. Schnell fassten wir den Entschluss, uns ein „Vereinstattoo“ machen zu lassen, welches wir dann mit einem Gruppenfoto verewigen würden. Und so kam (wie ihr an den Fotos sehen könnt) einer nach dem anderen dran, um sich sein Tattoo abzuholen – ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen *gg*.

Wie ich eingangs erwähnt hab, waren wir ja beim ersten Mal schon von Rascal und McLane begeistert. Was sie aber gemeinsam mit ihrer Band ablieferten, war einfach nur spitze!!! Eine super tanzbare Nummer nach der anderen, und dazu das virtuose Können auf den Instrumenten – Countryherz, was willst du mehr? Wie im Flug verging der Auftritt dieser tollen Band, die nach einigen Zugaben dem letzten Highlight des Abends, der Cripple Creek Band, die Bühne überließen.

Und wie nicht anders zu erwarten, ließen die es gleich mächtig krachen und heizten uns mit einigen rockigen Nummern kräftig ein. Sie machten ihrem Ruf alle Ehre, und bald hielt es auch viele der Nichttänzer nicht mehr auf ihren Sitzen – die machten auf den Bierbänken begeistert mit. Anschi und Brigitte waren natürlich am fleißigsten, was das Tanzen betrifft, und wir anderen unterhielten uns derweil bestens an unserem Tisch.

In einer der wenigen Pausen, die die CCB machte, holte der Cheforganisator alle Mitwirkenden für das Gelingen dieses tollen Festes inkl. der drei Bands auf den Tanzboden, um sie mit Standing Ovations entsprechend zu würdigen. Gleichzeitig entschuldigte er sich sehr emotional dafür, dass es bei einem so hochkarätigen Fest nicht mehr Besucher ins Festzelt geschafft hatten, was aber sicher nicht an ihm oder an fehlender Werbung gelegen hat.

Dann läutete die CCB ihr letztes Set ein, um nach einigen weiteren tollen Zugaben die letzten Cowgirls und -boys an die Bar zu bitten (um nicht mit der Nachbarschaft Probleme zu bekommen).

Wir aber hatten nach fast 12 Stunden Country-Genuss dann doch ziemlich müde Beine und Augen (und doch auch noch ein ordentliches Stück zu fahren), sodass wir uns zufrieden auf den Heimweg machten. Anschi brachte uns wieder wohlbehalten nach Mittenwald (vielen Dank noch mal an dieser Stelle), von wo aus ich noch die letzten km nach Telfs zurückzulegen hatte.

Es war wieder ein hervorragendes Country-Event, und ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, mit euch die Boots zum Glühen zu bringen.

Keep it Country, liebe Grüße,

Euer Christian.