08.05.2010 - Tyrolean Linedance Day

08. Mai 2010 – Tyrolean Linedance Day


Heute gehts mal wieder nach Imst, besser gesagt ins Trofana Tyrol in Mils bei Imst.

Im Stadel der Autobahnraststätte hatten in den vergangen Jahren schon einige tolle Events stattgefunden und der jährliche Tyrolean Linedance Day war ein besonderes Schmankerl.

Zum zweiten Mal organisierten die Arizonas aus Innsbruck zusammen mit den Burning Boots aus Nassereith nun diesen Tag und hatten sich wieder jede Menge Mühe gemacht.


Kurz nach halb zwölf starteten wir in Mittenwald. Leider diesmal spärlich besetzt, nur mit Anschi, Karen, Evi und mir, konnten wir zumindest in einem Auto Platz finden und einfach drauf los fahren.

Da wir Bayern immer noch keine Jahresvignette haben bevorzugten wir die Bundesstraße nach Imst und verfuhren uns prompt, fanden aber doch noch pünktlich zum Rasthof.

Wir wurden herzlich begrüßt und betraten sogleich den gut gefüllten Raum. Sehr viele bekannte Linedancer waren bereits vor Ort und hatten sich schon warm getanzt. Nach einer schnellen Begrüßungsrunde startete gleich der erste Workshop von Robbie.

In diesem Jahr hatten wir nämlich die Ehre den schottischen Linedanc-Choreographen Robbie McGowan Hickie zu erleben, der erst im Januar bei den Chrystal Boot Awards in Blackpool, UK, fünf Auszeichnungen (unter anderem für seinen Tanz „Amame“ ) erhalten hatte.

Der sympathische Tanzlehrer hatte sofort alle Aufmerksamkeit und die Tanzfläche war proppenvoll. Mit viel Charme, Witz, Elan und voller Humor unterrichtete er mit kurzer Pause zwei tolle Tänze und gegen einen kleinen Unkostenbeitrag konnte man eine CD und alle darauf enthaltenen Tänze als Beschreibung in gedruckter Version erhalten.

Im Anschluss ging’s weiter mit der Tanzliste die Helmut und Annette erstellt hatten. In gewohnter Weise schön abwechslungsreich, sodass Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen die Chance hatten zu tanzen. Zwischendrin fanden wir immer mal Zeit uns mit den anderen Clubs zu unterhalten und Neuigkeiten auszutauschen.

Während des ganzen Nachmittags verkauften die Veranstalter Lose für ein Schätzspiel. In einem gläsernen Stiefel befanden sich Maiskörner, deren Anzahl geschätzt werden durfte. Die zwanzig Besten hatten die Chance auf tolle Preise die gegen 23.00 Uhr verteilt wurden.

Auch im zweiten Workshop gab’s wieder zwei tolle Tänze zu lernen und danach noch mal eine abwechslungsreiche Tanzliste. In der Zwischenzeit war die Band „Texas Bandits“ aus München angekommen und begannen schon mal nebenbei ihr Equipment aufzubauen.

Während dessen war noch genug Zeit für eine Katzenwäsche, neues Outfit und natürlich eine stärkende Mahlzeit.

Mit Geschenken bedankten sich die Veranstalter sowohl bei Robbie für seinen professionellen Unterricht, als auch bei Kurt von den Munich Lad’s der den Kontakt hergestellt hatte. Annette erwähnte alle anwesenden Clubs namentlich und es war wirklich erstaunlich von wo die vielen Leute überall her gekommen sind.

Gegen 20:00 Uhr begann nun das Liveprogramm und in den Bandpausen hatte man immer noch mal die Möglichkeit zur Musik aus der Anlage mit vorgegebener Tanzliste zu tanzen.

Freudige Überraschungen gab’s noch bei der Preisverteilung des Schätzspiels, wo von Angelgutschein über Haarschneider, Grillbesteck und Spirituosen bis hin zum Reisegutschein tolle Preise dabei waren.

Kurt präsentierte in einer der Pausen noch zwei Tänze bevor die Band wieder loslegte. Die beiden Musiker spielten tolle Songs und hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Kurz nach Mitternacht war leider Ende, der Saal leerte sich ziemlich schnell und auch wir machten uns wieder auf den Heimweg.


Vielen Dank an die Veranstalter und Organisatoren! Ihr habt wieder mal einen tollen Linedance-Tag gestaltet!

Herzlichen Dank an Robbie für die nette Bekanntschaft und die tollen Tänze!

Ich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!


Liebe Grüße Eure Silke




In eigener Sache:


Zur Livemusik auf die schnelle passende Tänze zu finden ist nicht immer leicht und gelingt nicht immer perfekt. Muss es aber sein, totales Chaos auf der Tanzfläche entstehen zu lassen? Nahezu fast jeder Club präsentiert Stolz auf der Homepage Linedance-Richtlinien und Dancefloor-Etiquette und ich bin mir sicher jeder Linedancer hat in irgend einer Weise schon mal davon gehört. Warum hält sich dann fast niemand daran? *Verlasse nach Ende des Tanzes die Tanzfläche und gib anderen die Chance einen Tanz zu beginnen. *Beginne nur einen neuen, anderen Tanz wenn genügen Platz vorhanden ist. *Stehe nicht auf der Tanzfläche herum um dich zu unterhalten...... und so weiter, und so fort.

Fast amüsant war auch zu sehen das um eine tanzende Gruppe herum an drei Stellen der gleiche Tanz getanzt wurde, allerdings immer in eine andere Richtung. Schaut doch erst mal was schon getanzt wird und gesellt Euch vielleicht dazu. War das nicht ursprünglich die Faszination: egal woher, egal welcher Club, egal welches Alter....ich kenne den Tanz und kann einfach mit der großen Menge mitmachen ohne die Leute jemals vorher gesehen zu haben. Wo ist die Begeisterung geblieben für randvolle Tanzflächen, gefüllt mit endlosen Lines und dem gleichen Tanz? Miteinander statt Gegeneinander ist doch viel schöner. Und auch wenn der bereits getanzte Tanz nicht 100%ig perfekt auf das Lied passt, stellt euch dazu und macht mit. Das sieht für die Zuschauer wesentlich schöner aus und unter den Tänzern gibt’s keine Kollisionsgefahr. Auch Platzhirsche sollten fairer Weise das Revierverhalten auf die eigenen Trainingsräume legen und sich in der Öffentlichkeit wieder zu einer einzigen großen rücksichtsvollen Linedance-Familie schließen.